„How to put an end to the Revolution…“

English version below

Vor zwei Wochen veröffentlichte der ägyptische Schriftsteller Alaa Al-Aswany diese satirischen Text über die aktuelle politische Situation – eine der besten Analysen was gerade geschieht die in letzter Zeit veröffentlicht wurde. Lest… wir sind, vermutlich, zwischen Punkt 4 und 5…

Wie man in sechs Schritten eine Revolution niederschlägt
Alaa Al-Aswany

Lieber General, wenn die Revolution dich überrascht hat – bloß keine Panik. Kein Grund zu erschrecken angesichts Millionen wütender Demonstranten. Beruhig dich. Atme einmal tief durch und reiß dich zusammen. Erinner‘ dich, dass Revolutionen Ausnahme sind, seltene Momente in denen die Menschen mutig handeln und bereit sind, ihr Leben zu geben für ihre Freiheit und ihre Würde. Revolutionen sind die Ausnahme, die Regel ist dass die Menschen Ungerechtigkeit akzeptieren, sei es aus Furcht vor Unterdrückung oder für kleine Gewinne. Der Beweis dafür ist, dass es nur wenige Revolutionen in der Geschichte der Menschheit gab. Die Umstände haben dich nun in den Nachwehen einer Revolution an die Spitze der Macht gebracht, also mach dir keine Gedanken über das Brüllen der wütenden Massen in den Straßen. Die dort unten sind wie Tiere, stark und wild aber irrational. Du bist der begabte Dompteur, dem es mit wohlbedachtem Knallen der Peitsche gelingen wird, sie zu kontrollieren und zurück in ihre Käfige zu bringen. Dafür solltest du in sechs Schritten vorgehen:

Erstens: Feier die Revolution und schimpfe auf den abgesägten Diktator. Du musst erklären, dass du die abgeschlossene Ära ganz und gar verurteilst. Natürlich hast du in Wirklichkeit noch immer Sympathien für den ehemaligen Diktator der jahrzentelang dein Freund und Kollege war, dennoch hast in die Öffentlichkeit zu treten und lauthals zu schreien: „Lang lebe die Revolution!“ Die Menschen werden dir spontan glauben. Niemand wird sich daran erinnern dass 40 Jahre lang an der Seite des alten Diktators standest ohne irgendetwas gegen die Verbrechen, die er begangen hat, zu sagen. Die Menschen werden dir glauben weil sie sich wünschen, dass du auf Seiten der Revolution stehst, und Menschen sind sehr anfällig dafür, dass zu glauben, was sie sich wünschen. Verfluch den Diktator allerdings nicht zu sehr, für den Fall, dass du doch Misstrauen erregst. Verfluch ihn nur einmal, zweimal, ja am besten zweimal, das wichtigste ist dass du unablässig die Revolution hochleben lässt. Die Menschen müssen aufwachen und ins Bett gehen zum Lobgesang der Revolution, erstens weil sie dann glauben die Revolution hätte gewonnen (auch wenn sie in Wirklichkeit keines ihrer Ziele erreicht hat), und zweitens weil so alles was in diesem Land danach passiert einzig und allein mit der Revolution in Verbindung gebracht wird.

Zweitens: Erhalte das alte Regime voll und ganz. Stell sicher dass du dich nicht den Forderungen der Revolutionäre beugst und irgendeinen Aspekt des alten Regimes änderst. Das wäre ein großer Fehler. Am Anfang werden sie großen Druck machen, etwas zu verändern. Warte bis der öffentliche Druck am größten ist und mach dann eine kleine formelle Änderung die das Fundament des alten Regimes nicht berührt. Was macht der Kapitän wenn das Schiff zu sinken droht? Richtig, er wirft Ballast über Bord bis es sich stabilisiert. Das ist, was du zu tun hast. Such dir einige unbeliebte Politiker, verhafte sie und stell sie vor Gericht. Ihre Verfahren müssen lang und kompliziert sein mit vielfachem Prozedere so dass die Menschen am Ende vergessen, was ihr eigentliches Ziel war. Triff diese unbeliebten Politiker und erklär ihnen, dass du sie nie im Stich lassen wirst. Sag ihnen dass niemand ihnen etwas tun wird und dass die Verfahren nur eine politische Maßnahme sind um die Menschen zu besänftigen, nicht mehr und nicht weniger. Stell sicher dass sie ein angenehmes Leben im Gefängnis haben so als würden sie noch immer in ihren Palästen residieren. Stell Sicher dass dir die Mitglieder des alten Regimes nicht abhanden kommen! Das sind deine loyalen Soldaten. Wenn du sie verstößt wirst du keinen Ersatz findest und stehst allein einem wütenden Volk gegenüber. Der korrupte Richter dem du Urteile per Telefon diktieren kannst, der Staatsanwalt auf deine Anweisung die Beweise fälscht, die berühmte Radiosprecherin, die Anweisungen von den Sicherheitskräften erhält bevor sie wie jeden Tag auf Sendung geht, der brutale Polizist der Dutzende Menschen foltert und tötet um das Regime zu verteidigen – sie alle sind wertvolle Posten die du nicht verlieren solltest. Triff sie im Geheimen und versicher ihnen dass das alte Regime überleben und sich nicht ändern wird. Dann sei großzügig zu ihnen so dass sie dich von Herzen verteidigen werden.

Drittens: Lass das Land verlottern und verfallen. Du musst verstehen, warum es überhaupt zur Revolution gekommen ist. Die Gesellschaft war in drei Camps geteilt: die die vom Regime profitiert haben, die Revolutionäre und die normalen Leute. Die Revolutionäre waren wenige und hatten kaum Einfluss weil das Regime sie permanent unterdrückte, während der größte Teil der Gesellschaft schlicht zu den normalen Leuten gehörte die unter dem Regime viel verloren aber nicht den Mut hatten zu widersprechen. Die Revolution begann als es den Revolutionären gelang, die normalen Leute dazu zu bringen, sich ihnen anzuschließen. Das ist der wunde Punkt der Revolution, diesen musst du angreifen. Du musst Druck auf die normalen Leute auswirken, damit sie sich zurückziehen und wieder zu Zuschauern werden. Die Krise muss überall verschärft werden. Den Bauern musst du die Bewässerung kappen und die Zufuhr an Düngemitteln, so dass die Ernte verfällt und das Land brachliegt. Die Arbeiter müssen auf die Straße gesetzt werden, weil die Fabriken aufhören zu arbeiten. Die Angestellten müssen ihr Gehalt so spät wie möglich erhalten und Versprechen, es zu erhöhen müssen zurückgenommen werden. Die Polizei muss ganz aus den Straßen verschwinden, während Überfälle, Diebstahl und Verbrechen zunehmen. Zivilpolizisten müssen unter die Demonstranten geschleust werden um öffentliche Gebäude zu beschädigen und Eisenbahnschienen zu blockieren. Zur gleichen Zeit müssen deine Vertreter in den Medien eine organisierte Kampagne starten um den Menschen Angst zu machen. Sie müssen die Auswirkungen der Krise vergrößern und alle Probleme mit der Revolution in Verbindung bringen so dass im Denken der Menschen der Gedanke immer tiefer Wurzeln schlägt dass das Land am Rande von Hungersnot und Chaos steht, wegen der Revolution, und wegen der Revolution allein.

Viertens: Greife den Zusammenhalt der Revolutionsbewegung an, zersplittere sie. Vergiss nie, dass die Revolutionäre deine wirklichen Feinde sind. Sie trauen dir nicht und sie werden deine Verschwörungen vom ersten Moment an durchschauen. Du musst sie zerschlagen. Nutze Berichte und politische Studien um ihre Ideologie und ihre politischen Einstellungen zu verstehen. Du wirst sehen, dass sie sich in ihren politischen Meinungen unterscheiden, sich aber in der Revolutino vereinten, um das Regime zu verändern. Denk dir irgendeine Angelegenheit aus und mach eine Wahl oder ein Referendum darüber so dass die Bewegung in zwei Teile zerbricht. Danach musst du dich insgeheim mit einer der Gruppen gegen die andere verbünden. Es ist immer besser dich auf die Seite der religiösen Faschisten zu stellen als auf die der demokratischen Kräfte. Die Faschisten sind hervorragende Verbündete weil sie nicht an Demokratie glauben, sondern sie nur benutzen um an die Macht zu kommen. Sie denken, dass sie einzig allein die Wahrheit besitzen, verachten alle Andersdenkenden und gestehen ihnen keine Rechte zu. Die Faschisten gleichen einer disziplinierten Armee die sich voll und ganz dir zur Verfügung stellt. Sie werden jeden zermalmen der nicht deiner Meinung ist und alles unterstützen was du sagst oder tust solange du ihnen Macht versprichst. Diese Faschisten die im Namen der Religion sprechen und streng darauf achten, pünktlich ihre Gebete zu verrichten, werden dich überraschen mit ihrer Fähigkeit zu lügen und zu täuschen. Sie werden ihre Versprechen brechen und die Revolution mit der Leichtigkeit verraten mit der du dir eine Zigarette anzündest. Beauftrage die Faschisten Massendemonstrationen als Zeichen ihrer Stärke zu organisieren, und wenn die Menschen ihre militärische Struktur und den grimmigen Ausdruck auf ihren Gesichtern sehen, ihre aggressiven Slogans hören, werden sie Angst bekommen und viele werden sich fragen, ob die Revolution die den Diktator stürzte eine gute Idee war. In diesem Moment müssen verschiedene Demonstrationen aus dem Boden schießen – von den Sicherheitskräften vorbereitet wurden, vom alten Regime finanziert und von den Medien verbreitet. Diese neuen Demonstrationen werden die Lobgesänge auf den abgesägten Diktator anstimmen, ihn einen großen Helden nennen und vor laufender Kamera schluchzen, wenn sie die Erniedrigungen beweinen, die er erleiden muss. So wird die Revolution nur eine Sichtweise unter mehreren werden, der andere entgegenstehen. Wenn du diese Schritte sorgfältig befolgt hast, werden die Revolutionäre nun von allen Seiten unter Druck stehen. Die Faschisten werden sie bedrohen und angreifen, normale Leute werden denken, die Demonstrationen die sie organisiert haben sind schuld an Wirtschaftskrise und Mangel an Sicherheit. An diesem Punkt wird die Zahl der Revolutionäre abnehmen. Sie werden wieder zu dem was sie vor der Revolution waren – eine Minderheit von Aktivisten für die Menschen wenig Sympathie hegen.

Fünftens: Halt die Revolutionäre in Schach und diskreditiere sie. Wenn die normalen Menschen die Revolution verlassen haen und die Faschichten sich gegen sie gestellt haben, ist es Zeit eine großangelegte Kampagne zu starten um die Revolutionäre zu diskreditieren. Nichts leichter als das, da du enge Vertraute in den Medien, der Polizei und dem Justizwesen hast. Es ist leicht, Dokumente und Bilder zu fabrizieren die zeigen dass diese Revolutionäre Verräter und die Agenten ausländischer Mächte sind die sie dazu brachten an der Revolution teilzunehmen. Du musst Dutzende Fernsehsendungen produzieren und Dutzende Seminare halten um diese ernste Angelegenheit zu diskutieren. Ging diese Revolution wirklich von Bürgern des Landes aus, oder war sie in Wirklichkeit bei Elementen aus dem Ausland geplant? Wollten sich die imperialistischen Mächte am gestürzten Diktator rächen weil er immer die Unabhängigkeit des Landes verteidigte? (Du weißt natürlich, dass der Diktator in Wirklichkeit ein Verräter war und für mehrere ausländische Geheimdienste arbeitete, aber Notwendigkeit hat ihre eigenen Logik). Im richtigen Moment wird dein Sprecher verkündigen, dass du eine Untersuchung angekündigt hast darüber, welche Rolle andere Staaten in der Planung der Revolution spielten. Wer waren diese Ausländer die während der Revolution bestimmten Menschen Anweisungen erteilten? Die Faschisten werden dich aufs stärkste unterstützen und Lügen über die Revolutionären verbreiten weil sie die Macht allein für sich wollen. Die normalen Menschen werde verwirrt sein und viele werden dir glauben, dass die Revolutionäre nur Verräter und Lakaien der Imperialisten sind. Du wirst Grund zu lachen haben wenn du siehst, wie die jungen Revolutionäre, die noch wenige Wochen zuvor als nationale Helden gefeiert wurden, nun abschätzige Blicke abbekommen und dem Vorwurf des Verrats ausgesetzt sind.

Sechstens: Hol aus zum entscheidenden Schlag. Warte bis die Wirtschaft und die Sicherheitslage sich wirklich verschlechtert haben. Dann wird die Moral der normalen Menschen eingebrochen sein und sie werden begonnen haben, die Revolution wirklich zu hassen. Dann sag den Menschen dass die Krise schwerwiegend ist und schlimmer werden wird. Bitte die Menschen mit Demonstrationen und Besetzungen aufzuhören, damit die Dinge sich beruhigen können und die Produktion wieder anlaufen kann. Natürlich werden die Revolutionäre nicht aufhören zu demonstrieren. Sie werden denken, du hast sie hintergangen und ihnen die Revolution gestohlen. Sie wissen wohl, dass du vorgabst, die Revolution zu schützen sie aber in Wirklichkeit eingedämmt hast und verhindert dass sie ihre Ziele erreicht. Die Revolutionäre werden in kleiner Zahl wieder auf die Straße gehen und für deinen Rücktritt protestieren. Das wird ihr Ende sein. Die Faschisten werden sie heftig angreifen, besessen vom Willen zu regieren, während die normalen Leute, alleingelassen und frustriert, über sie herfallen werden, die Revolution verfluchend. Die Revolutionäre werden versuchen ihren Punkt deutlich zu machen, aber keine Chance. Niemand will ihnen mehr zuhören. Die Faschisten werfen ihren Verrat vor und dass sie für ausländische Kräfte arbeiten würden, und die normalen Leute machen sie für ihre Armut verantwortlich, für Arbeitslosigkeit und Anarchie. Schick jemanden der Bilder macht davon, was auf den öffentlichen Plätzen passiert, und wenn du siehst, wie normale Leute, einst bereit für die Revolution zu sterben, auf die Revolutionäre eindreschen und sie von den Plätzen jagen, nur dann hast du deine Aufgabe erfolgreich erfüllt. Gönn dir eine wohlverdienten Urlaub. Feier und sei stolz was du geschafft hast. Du hast dein Ziel erreicht und der Revolution ein Ende bereitet.

PS: Die Idee zu diesem Artikel kam mir während ich die Geschichte der Revolution auf den Kormoren gelesen habe, und der Artikel hat natürlich überhaupt nichts damit zu tun, was in Ägypten gerade geschieht.

source: www.worldaffairsjournal.org

English Version

Some days ago the egyptian writer Alaa Al-Aswany published this satirical text (arabic/english) about the political situation – one of the best analysis of what is going on in Egypt of the last months. Read it. We are at point 5 now…

    How to Put an End to the Revolution in Six Steps
    Alaa Al-Aswany

    Dear General, if the revolution took you by surprise, don’t panic. Don’t take fright at the sight of millions of angry demonstrators. Calm down. Take a deep breath and pull yourself together. Remember that revolutions are the exceptional, rare moments when people act courageously and face death in defence of their freedom and dignity. Revolutions are the exception and the rule is that people accept injustice for fear of oppression or for the sake of petty gains. The evidence for that is the fact that the number of revolutions has been very small in human history. Circumstances have placed you at the summit of power in the aftermath of the revolution, so don’t worry about the roar of the angry masses in the streets. They are much like animals that are strong and wild but irrational. You are the skillful tamer who, with judicious cracks of the whip, will manage to control them and put them back in their cages. For that, you have to take the following six steps:

    One: Celebrate the revolution and denounce the deposed dictator. You must declare that you completely condemn the former era. You are of course sympathetic towards the former dictator, who was your colleague and friend for decades, but you have to go public and shout “Long Live the Revolution.” The people will believe you immediately. No one will remember that you went along with the deposed dictator for forty years and never objected to his crimes. People will believe you because they want you to be supportive of the revolution, and people are very susceptible to believing what they want to be true. Don’t curse the dictator too much, however, in case you arouse suspicions. Curse him just once or twice at the most twice, but you must constantly celebrate the revolution. People must wake up and go to sleep to anthems celebrating the revolution, firstly because they will then feel that the revolution has succeeded (although in fact it has not achieved any of its objectives), and secondly whatever happens in the country after that will be associated solely with the revolution.

    Two: Preserve the old regime in full. Make sure you don’t submit to the demands of the revolutionaries and change any aspect of the old regime. That would be an enormous mistake. In the beginning they’ll press you hard to make changes. Wait until the pressure peaks and then make a small formal change that doesn’t affect the foundations of the old regime. What does the captain do if his ship is about to sink? He jettisons some cargo until the ship stabilizes. This what you have to do. Choose some unpopular politicians, arrest them and put them on trial. Their trials have to be slow and complicated with multiple procedures, so that in the end people forget what the purpose is. Meet these unpopular people and explain to them that you’ll never abandon them. Tell them that no one will harm them and that the trials are just a political measure to appease the people, no more and no less. Make sure they have a comfortable life in prison, as if they were still living in their palaces. Make sure you don’t abandon the members of the old regime. These are your loyal soldiers. If you neglect them, you won’t find any replacements and you’ll find yourself alone, facing an angry people. The corrupt judge to whom you can dictate rulings by telephone, the prosecutor who tampers with the evidence at your request, the famous broadcaster who receives instructions from security before she goes on air every day and the brutal police officer who tortures and kills dozens of people to defend the regime—all these are valuable assets you mustn’t lose. Meet them in secret and assure them that the old system survives and will not change. Then be generous towards them so that they defend you wholeheartedly.

    Three: Let the country go to rack and ruin. You have to understand why the revolution took place. Society was divided into three camps: those who benefited from the regime, the revolutionaries, and ordinary people. The revolutionaries were few in number and had little effect because the regime was constantly suppressing them, while the widest sector of society was ordinary people who lost out under the regime but did not have the courage to object. The revolution took place when the revolutionaries managed to convince ordinary people to join them. This is the revolution’s weak point that you have to target. You must put pressure on ordinary people so that they go back to being spectators. The crises everywhere have to deepen. Farmers must have their irrigation water cut off and be unable to find fertilizers, so that the crops fail and the land lies fallow. Workers have to be thrown out on to the streets because the factories have stopped work. Civil servants must receive their salaries late and the raises they were promised must be cancelled. The police must completely vanish, while incidents of theft, assault and thuggery proliferate. Security agents must be infiltrated in amongst demonstrators to sabotage public facilities and block railway lines. At the same time your agents in the media must lead an organized campaign to frighten people. They have to maximize the impact of the crisis and associate all problems with the revolution so that in people’s minds the idea takes root that the country is on the verge of famine and chaos because of the revolution, and the revolution alone.

    Four: Strike at the unity of the revolutionaries and fragment them. Remember that the revolutionaries are your real enemies. They don’t trust you and they will see through your conspiracy right from the start. You have to break them up. Make use of police reports to understand their ideological and political inclinations. You’ll find they have differences but they united in the revolution in order to change the regime. Invent some issue and then hold elections or a referendum so that the revolutionaries split into two camps. After that you must align yourself in secret with one group of revolutionaries against the other group. It’s always best to align yourself with the religious fascists against the democratic forces. The fascists are excellent allies because they don’t believe in democracy but only use it to come to power. They feel that they alone possess the whole truth, so they despise those who disagree with them, and they do not recognize their rights. The fascists are like a disciplined army that will put itself fully at your disposal. They will crush everyone who disagrees with you and they will back everything you do or say as long as you have promised them power. These fascists, who speak in the name of religion and insist on performing their prayers on time, will surprise you with their capacity to lie and deceive. They will break trust and betray the revolution as easily as you might light a cigarette. Ask the fascists to organise mass demonstrations as a show of strength, and when people see their military structure and the grim expressions on their faces, and hear their aggressive chants, they will panic, and many of them will wonder whether the revolution that removed the dictator was a good idea. At that moment various demonstrations have to spring up—groups prepared by the security agencies, financed by the plutocrats of the old regime and publicized by the media. These new demonstrators will sing the praises of the deposed dictator, calling him a great hero and weeping in front of the cameras as they recall the humiliations he has suffered. In this way the revolution will become one point of view, opposed by another point of view. If you carry out these steps successfully, then the revolutionaries will be besieged on every front. The fascists will threaten and attack them, ordinary people will believe that the demonstrations they organize are the reason for the economic crisis and the lack of security. At that point the number of revolutionaries will diminish. They will revert to what they were before the revolution—an activist minority for whom people have little sympathy.

    Five: Contain the revolutionaries and discredit them. After ordinary people have abandoned the revolution and the fascists have turned against it, you have a start a large-scale campaign to discredit the revolutionaries. There could hardly be anything easier, since you have followers in the media, the police and the judiciary. It’s easy to fabricate documents and pictures to show that these revolutionaries are traitors and the agents of foreign powers that drove them to take part in the revolution. You must record dozens of television programmes and hold dozens of seminars to discuss this serious matter. Was the revolution really indigenous, or was it planned by foreign elements? Did the imperial powers take revenge on the deposed dictator because he always upheld his country’s independence? (You know that in fact the dictator was a traitor and worked for several foreign intelligence agencies, but necessity has its own logic.) At the right moment your spokesman will announce that you have ordered an investigation into how large a role foreign states played in planning the revolution. Were there foreigners who gave orders to certain people during the revolution? The fascists will strongly support you and they will tell lies to discredit the revolutionaries because they want to assume power alone. Ordinary people will be confused and many of them will believe that the revolutionaries are just traitors and lackeys. You can have a good long laugh when you see how the young revolutionaries, who a few weeks earlier were seen as national heroes, now face disapproving looks and accusations of treason.

    Six: Strike the decisive blow. Wait until the economy and the security situation have greatly deteriorated. Then the morale of ordinary people will have collapsed and they will have started to really hate the revolution. Then tell the people that the crisis is grave and the situation will grow worse. Then ask the people to stop demonstrations and sit-ins so that things calm down and production can resume. Of course the revolutionaries won’t agree to stop demonstrating. They will feel you have tricked them and stolen the revolution. They know that you pretended to protect the revolution but in fact you contained it and prevented it achieving its objectives. The revolutionaries will come out in small numbers and demonstrate again, calling for your downfall. That will be the end of them. The fascists will attack them viciously out of desire to govern, while ordinary people, feeling abandoned and frustrated, will savage them, cursing the revolution. The revolutionaries will try to explain their point of view but to no avail. No one wants to hear them. The fascists accuse them of treason and of carrying out foreign agendas, and ordinary people will hold them responsible for their poverty, for unemployment and anarchy. Send someone to take pictures of what’s happening in public squares, and when you see that the ordinary people, who were once prepared to die for the revolution, are cursing the revolution, hitting the revolutionaries and chasing them out of the squares, only then will you have completed the task with success. Give yourself a well-earned holiday. Celebrate and be proud of what you have achieved. You will have succeeded in bringing an end to the revolution.

    P.S. The idea for this article occurred to me while reading the history of revolutions in the Comoro Islands, and the article has nothing whatsoever to do with what’s now happening in Egypt.

    source: www.worldaffairsjournal.org

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1 Antwort auf „„How to put an end to the Revolution…““


  1. 1 Lisa 07. August 2011 um 14:57 Uhr

    I wish it weren‘t true… :(

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