UPDATE Tahrir, Sonntagmorgen.


Foto: Ahram Online

Letztes Jahr? Nein, Samstag, den 2. Juni: Das Urteil gegen Mubarak (und die Freisprüche für seine Söhne und Unterstützer) löst wird zum Katalysator der schwelenden Unruhe im Land. Im ganzen Land brechen Proteste aus, am Abend strömen immer mehr Menschen zum Tahrir-Platz. Dass es Proteste geben würde – das war zu erwarten. Eine solch heftige Reaktion hatte aber wohl niemand im Lager der Regierenden erwartet…

Update (Sonntag):
In Alexandria, Suez und Kairo haben die Protestierenden den zentralen Plätze der Stadt besetzt und halten sie bis jetzt. Die Protestierenden in Suez haben bereits konkrete Forderungen aufgestellt: Sie verlangen die Einrichtung eines Präsidenten-Rats aus vier revolutionsnahen Kandidaten: Linksnationalist Hamdeen Sabbahi, dritter bei den Wahlen am 24. Mai; Ex-Muslimbruder Abdel-Moneim Abel-Fotouh, der Wahlvierter wurde; Mohamed Mursi, Kandidat der Muslimbrüder und Mohamed El-Baradei, der seine Kandidatur wegen der andauernden Militärherrschaft zurückgezogen hat. Der Militärrat soll die Macht sofort abgeben, der neue Präsidenten-Rat dann während einer Übergangsphase zunächst die Ausarbeitung der Verfassung, dann neue Wahlen organisieren.

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